| |
|
|
|
Sonntag, den 18. September 2011
"Bach im Spiegel der Romantik "
|
 |
|
 |
|
Ein Konzert für Orgelmusik-Kenner in Niedernstöcken
Foto: Zamzow Am Sonntag, den 18. September fand sich ein besonderes Publikum von Orgelmusik-Kennern in der Kirche von Niedernstöcken ein, um Ulfert Smidt, dem Organisten der Marktkirche Hannover zu lauschen, der im Zusammenhang mit dem Groß-Projekt "Bach integral" eine Gesamtdarstellung der Orgelwerke von Johann Sebastian Bach aufzuführen, nun auf der im Original erhaltenen romantischen Furtwängler&Hammer-Orgel, unter dem Aspekt "BACH IM SPIEGEL DER ROMANTIK", romantische Bearbeitungen von Orgelwerken Bachs darbot.
Ulfert Smidt eröffnete das Konzert mit der größer angelegten Fuga g-Moll BWV 578 nach der Interpretation dieser Komposition von Albert Schweitzer aus einem Filmausschnitt vom Jahre 1909.
Sechs Choräle aus der Neumeister-Sammlung folgten, die Ulfert Smidt in Feinabstufungen verschiedener Klang-Register der Orgel in eigener Inspiration romantischer Klanggebung und Spielweise vortrug.
Die mehrteilige und kontrastreiche Fantasia G-Dur (Pièce d'Orgue) BWV 572 erklang in einer romantischen Bearbeitung der Ulfert Smidt noch persönlich bekannten und bedeutenden Organistin Käte van Tricht aus der Karl-Strauberg-Schule der Leipziger 20er Jahre. Hierbei wurde wieder einmal deutlich, was für ein kostbares Kleinod die Niedernstöckener Kirche mit der romantischen Furtwängler&Hammer-Orgel besitzt! Die Lesung aus Stefan Zweig: "Albert Schweitzer spielt Bach" (1932) bereitete die gebannt lauschenden Zuhörer gut auf die große Passacaglia C-Moll BWV 582 mit ihren weit ausholenden phantasiereichen Abwandlungen des Passacaglia-Themas vor.
Mit einem lang anhaltenden Applaus bedankten sich die Zuhörer für dieses beeindruckende Konzert.
Bei Brot und Wein ergaben sich nach dem Konzert noch viele Gespräche mit dem bereitwillig Auskunft gebenden Organisten Ulfert Smidt.
Ein gelungener Abschluß der diesjährigen Konzertreihe vom "Kulturkreis romantische Orgel Niedernstöcken e.V."
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
Sonntag, den 10. Juli 2011
"Improvisationen für Perkussion und Orgel"
Nora Thiele, Perkussion
Daniel Beilschmidt, Orgel
|
 |
|
 |
|
Experimentelle Musik-Improvisationen auf hohem Niveau in Niedernstöcken
lebendig - spontan - wandlungsfähig und überzeugend
Der Kulturkreis "Romantische Orgel Niedernstöcken e.V." stellte am Sonntag, den 10. Juli, im Rahmen vom "Kultursommer der Region Hannover" zwei interessante junge Musiker in einem außergewöhnlichen Konzert vor:
Nora Thiele, eine vielseitige inspirierende Perkussionistin und
Daniel Beilschmidt, ein einfallsreicher und ebenfalls höchst virtuoser Könner auf seinem Instrument, der Orgel.
Im Zentrum des Solo-Pogramms stand eine aufregende Schlagzeugimprovisation auf einer indischen mit einem Doppelfell bespannten Trommel mit Namen TAVIL, von Nora Thiele sowohl mit Klöppeln und den Fingerkuppen (bestückt mit Metallhütchen) auf höchst virtuose Weise gespielt, in aufregender Steigerung von Klangwirbeln und Kontrastrhythmen, die Zuhörer in eine wachsende Anspannung verzauberte, sowie eine groß angelegte Orgelimprovisation über einen Choral der Abendmahlsthematik, die von Daniel Beilschmidt in einen zunächst polyphonen, dann alle Register der Orgel einbeziehenden zu extremen Klangballungen führenden Höhepunkt geführt wurde.
Dazwischen standen gemeinsame Improvisationen, in denen beide Klangwelten, ein reichhaltig bestücktes Schlagzeug und die an Klangfarben vielseitige Orgel sowohl ineinander verschmolzen wie auch in Spannung gebracht wurden, wobei die Künstler dynamisch feinere Abstufungen mit differenzierteren Entwicklungen reizvoll zu verknüpfen wussten. Programmatische Bilder, in der Moderation zur Verständnishilfe dargelegt oder strukturelle Vorgaben, wie z.B. das Kreisen von Spielfiguren, die in die Stille führen, erzeugten bei den Besuchern des Konzertes ein immer intensiveres Hineinhören in das musikalische Geschehen.
Die letzte gemeinsame Improvisation, von dem Ton e ausgehend, wurde von den beiden Musikern bis zu einem ins Ekstatische gesteigerten Höhepunkt mit gewaltigen Klangballungen entwickelt, der die Zuhörer in den Bann schlug und sich in einem großen Applaus für dieses ungewöhnliche aber faszinierende Musikerlebnis entlud.
Das Publikum, bei der Begrüßung auf ungewohnte Klänge vorbereitet, ging mit und folgte dem Vortrag der beiden Künstler mit wachsender Anteilnahme und Zustimmung.
Bei Brot und Wein ergaben sich nach dem Konzert lange Gespräche zwischen den Hörern und den beiden sympathischen Musikern.
|
|
Presse
| Neustädter Blatt (Donnerstag, 14. Juli 2011)
Musik von der Stille bis zur Ekstase
Niedernstöcken (lb) Es war ein
musikalisches Neuland für viele
der Zuhörer, die am Sonntag das
Konzert im Rahmen des Kultursommers
in der Gorgoniuskirche
besuchten. Auf dem Programm
von Nora Thiele (Perkussion) und
Daniel Beilschmidt (Orgel) stand
nur ein einziger Punkt: "Improvisationen".
Nora Thiele wuchs in Leipzig auf
und studierte ethnische Perkussion,
Schlagzeug und Klavier. Sie
ist als Perkussionistin freischaffend
tätig. Daniel Beilschmidt
stammt aus Zeulenroda. Er studierte
an der Leipziger Musikhochschule
im Fach Orgel. Seit 2009 ist
er Leipziger Universitätsorganist
und Assistenzorganist an der Leipziger
Thomaskirche.
Die ungewöhnliche
Kombination von
historischer Orgel und Vibrafon,
Becken, Rahmentrommel, Gongs
und Jazzschlagzeug war überraschend,
besonders aber auch in
ihrer oft unerwarteten Zartheit. Als
Quelle der Improvisationen dienten
mittelalterliche Musik, Choräle
und zeitgenössische Klänge, aber
auch der Einfluss ethnischer
Musik war erkennbar.
Dietrich Schmolling, Vorstand Kulturkreis
romantische Orgel Niedernstöcken
e.V., kündigte das
Konzert als etwas ganz Besonderes
an, etwas, was man sonst so
nicht höre. Er bat die Zuhörer,
alles zu vergessen, was man bisher
als Musik im Ohr habe. Und so
begann das Konzert mit leisen vibrierenden
Tönen des Vibrafons,
die aus einer anderen Welt zu
stammen schienen. Die einsetzende
Orgel nahm den Klang auf,
unterstützte und verstärkte ihn.
"Morning Glory" war der Titel, in
dem der Zustand des Erwachens
beschrieben wurde. "Cry little
bird", der folgende Titel, war eine
Eigenkomposition innerhalb von
Jazzharmonien von Daniel Beilschmidt.
Der Urvogel Archaeopteryx
hatte ihn zu der Komposition
inspiriert. Rhythmus, der in die
Füße ging – das Solo auf der südindischen
Rahmentrommel, gespielt
von Nora Thiele, begeisterte
das Publikum. Die kraftvoll gespielte
Soloimprovisation auf der
Orgel von Daniel Beilschmidt zu
dem Choral "Das sollt ihr, Jesu Jünger,
nie vergessen" war nicht weniger
beeindruckend. Ein Stück, in
dem es um die Stille geht, hatte
zuweilen etwas Meditatives zum
Wegträumen. Das letzte Stück,
eine Improvisation auf "e" begann
leise und harmonisch. Ungewöhnlich
klang es, als Nora Thiele
das Vibrafon mit einem Bogen bearbeitete.
Die Musik steigerte sich,
wurde immer rhythmischer und
lauter und endete mit einem wahren
Feuerwerk an Tönen.
Das Konzert
hätte mehr Besucher verdient.
Die Anwesenden quittierten den
Auftritt der beiden K ünstler mit
viel begeistertem Applaus.
Das nächste Konzert in der Gorgoniuskirche
findet am 18. September
um 17 Uhr statt. "Bach im
Spiegel der Romantik" heißt das
Programm, das Ulfert Schmidt zusammengestellt
hat.
|
|
|
| |
|
|
|
Sonntag, den 15. Mai 2011
Chor- und Orgelkonzert - "Tradition und Moderne"
Chormusik zwischen Monteverdi und Buchenberg
Orgelwerke von Robert Schumann sowie Improvisationen
Junges Vokalensemble Hannover
Leitung: Klaus-Jürgen Etzold
Prof. Hans Bäßler, Orgel
|
 |
|
 |
|
"Traumhaft schön!" "Wunderbares Konzert und phantastische Orgel!" "Großartig, unvergleichlich schön" "... noch nie moderne Musik so erlebt" - das schrieben begeisterte Besucher des ersten Konzertes in diesem Jahr vom "Kulturkreis romantische Orgel Niedernstöcken e.V." veranstalteten Konzertes am vergangenen Sonntag mit dem preisgekrönten "Jungen Vokalensemble Hannover" unter der Leitung von Klaus-Jürgen Etzold und Prof. Hans Bäßler an der romantischen Furtwängler&Hammer-Orgel.
Foto: Weiberg
Der Chor hatte gerade vor wenigen Wochen in Tallinn/Estland beim 12. Internationalen Chorwettbewerb drei Preise gewonnen und war in bester Verfassung, ein höchst anspruchsvolles Programm unter dem Motto: "Tradition und Moderne" mit Hingabe, Begeisterung, Klangkultur und Innigkeit darzubieten.
Foto: Zamzow
Nach einer reizenden freien Improvisation über den Choral:"Wie lieblich ist der Maien...", mit Leichtigkeit und Charm wundervoll einstimmend von Hans Bäßler auf der Orgel dargeboten, mit Kuckucksrufen und Vogelstimmen durchsetzt, folgte eine Gruppe älterer Chorwerke: ein Liebeslied von Cl. Monteverdi, ein Madrigal von J. Bennet und von Joh. Brahms das berühmte "Abendständchen", einfühlsam, stilsicher und delikat dargeboten. Die von Robert Schumann selbst hoch geschätzten "Skizzen" op. 58 für Orgel ließen andere Klangfarben des Instrumentes aufleuchten.
Drei nordisch-skandinavische Kompositionen von A. Skepasts, Fr. Sixten und K. Rehnqvist brachten im wörtlichen Sinne "unerhörte" moderne Klänge in das Kirchenschiff der St. Gorgoniuskirche, die Hans Bäßler auf der Orgel mit einer weiteren Improvisation über den Choral:"Die güldene Sonne bringt Leben und Wonne..." humorvoll, virtuos und spritzig beantwortete.
Foto: Zamzow
Nun widmete sich der Chor einer anspruchsvollen Sequenz von Kompositionen des inzwischen weltbekannten modernen Komponisten und Chorleiters Eric Whitacre: "Lux aurum"(2000), "With a Lily in Your Hand"(2001) und "hope, faith, life, love..."(1999), extrem expansive Klangkultur und Intonationssicherheit erfordernd, bei bis zur Zwölfstimmigkeit geführter Polyphonie.
Es fügten sich überraschend schlüssig zwei weitere "Skizzen" aus op. 58 von Robert Schumann an, diesmal ebenfalls von vor allem polyphoner Struktur, wieder einfühlsam, virtuos und feinstufig registriert von Hans Bäßler auf der Orgel dargeboten.
Foto: Balasch
Eine letzte Gruppe moderner Chorwerke gemischt zeitgenössischer Komponisten: J. Swider "Cantus gloriosus", W. Buchenberg "Erbarm dich unser" und A. Grau "Die Erde ist müde". Drei ergreifende Anrufungen: "Gotteslob, Gebet und Anklage" angesichts der durch den Menschen verursachten globalen Umweltprobleme.
Mit einem rührenden Volkslied aus Venezuela als Zugabe: "Ich habe dich lieb" in zartestem Pianissimo dargeboten, endete das Kirchenkonzert, das noch lange bei den Hörern nachklingen wird.
Der Kulturkreis bedankte sich sehr herzlich bei Klaus-Jürgen Etzold und Prof. Hans Bäßler mit je einem Korb, gefüllt mit Produkten aus der Region.
|
|
Presse
| Neustädter Blatt (Donnerstag, 19. Mai 2011)
Sternstunde der Chormusik in der Gorgoniuskirche
Niedernstöcken (lb) am Sonntag
erlebten die Zuhörer in der vollbesetzten
Gorgoniuskirche in Niedernstöcken
eine ganz besondere
Chor- und Orgelmusik. "Tradition
und Moderne" nannte sich das
Programm und bot Chormusik zwischen
Monteverdi und Buchenberg.
Das Junge Vokalensemble
Hannover unter der Leitung von
Prof. Klaus-Jürgen Etzold vermochte
sein Publikum schon mit
den ersten Tönen zu begeistern.
Der Chor besteht aus 50 Sängerinnen
und Sängern, von denen am
Sonntag fast 40 auf der Bühne
standen. Die meisten der Sänger
sind musikalisch ausgebildet und
haben eine mehrjährige Chorerfahrung.
Sie haben bereits mehrere
CDs aufgenommen und ihre Konzertreisen
führten nicht nur auf
viele europäische Bühnen sondern
auch nach Ägypten, Israel, Mexico,
Venezuela und China.
Es war ein überaus anspruchsvolles
Programm, das die Künstler
mitgebracht hatten. Neben klassischen
Stücken von Claudio Monteverdi,
Johannes Brahms und
Robert Schumann hatten sie auch
zeitgenössische Musik, unter anderem
von Karin Rehnqvist und
Wolfram Buchenberg, vorbereitet.
Mit ihrem großartigen Stimmvolumen
füllten sie mühelos den Kirchenraum.
Ergreifend war ihr
beeindruckender mehrstimmiger
Gesang. Mit einem ganz besonderen
Stück mit dem Titel "i Himmelen"
demonstrierten sie eine
traditionelle schwedische Vokaltechnik,
die "kulning" genannt
wird. Entwickelt wurde sie von den
Rufen der Frauen, die das Vieh hüteten.
Mit diesen Rufen konnten
sie sich über eine große Distanz
verständigen. Die Rufe verwoben
sich mit dem Chorgesang zu
einem ungewöhnlichen Klanggebilde.
Neben dem Chorgesang wurden
Orgelwerke von Robert Schumann
sowie improvisationen gespielt.
Prof. Hans Bäßler bereitete den
Zuhörern einen besonderen
Ohrenschmaus. Mit unglaublicher
Leichtigkeit entlockte er dem beinahe
100 Jahre alten Instrument
flüsternd leise oder raumfüllend
laute Töne. Seine Improvisationen
zeichneten sich durch Leichtigkeit
aus. Musik zum Augen schließen
und Träumen, Musik als Balsam
für die Seele. Das Publikum war
begeistert und applaudierte im
Stehen. Die eingeforderte Zugabe
folgte. In Gesprächen zu Brot und
Wein brachten viele der Gäste ihre
Begeisterung zum Ausdruck.
Am 7.
Juli findet das nächste konzert in
der Gorgoniuskirche statt. Es verspricht
ebenso außergewöhnlich
zu werden. "Improvisationen für
Percussion und Orgel" mit Nora
Thiele (Percussion) und Daniel
Bellschmidt (Orgel) steht auf dem
Programm.
|
|
|
 |
|
|
| |
|
|
|
Sonntag, den 26. September 2010
"Kammermusikalisches Konzert"
Studierende der
Hochschule für Musik u. Theater Hannover:
Jakub Drygas, Klarinette
Mateja Zenzerovic, Akkordeon
Gordon Malerba, Orgel
|
 |
|
 |
Studierende der "Hochschule für Musik und Theater Hannover" musizierten am Sonntag, den 26. September 2010 in der St. Gorgoniuskirche zu Niedernstöcken.
Das Duo "taos" mit der Besetzung Jakub Drygas (Klarinette),
Mateja Zenzerovic (Akkordeon) sowie Gordon Malerba an der im Original erhaltenen Furtwängler&Hammer-Orgel nahmen die Tradition der Nutzungsvereinbarung zwischen der HMTH (Hochschule für Musik und Theater Hannover) und dem "Kulturkreis romantische Orgel Niedernstöcken" mit einem eineinhalbstündigen Konzertprogramm wieder auf, das die Zuhörer begeisterte.
Zwei Orgelimprovisationen umrahmten das vor allem mit modernen Werken des 20. Jh. bestückte Programm. Gordon Malerba, mit einem Stipendium der HMTH geförderter Student der Fächer Komposition, Dirigieren und Kirchenmusik, eröffnete das Konzert mit vier Variationen über den Choral, "Herr Jesu Christe, wahres Licht" im vorwiegend polyphonen Stil des Barock, was durchaus für ein unbekannteres Werk von G.Fr. Händel oder J.S. Bach gegolten haben könnten.
Den Beschluss bildete ebenfalls eine Improvisation auf der Orgel diesmal im romantischen Stil mit weit ausladender Gestik, dissonanzenreicher Steigerung, einem Choral sowie gewaltigen Klangentwicklungen mit virtuosen Läufen und Akkordbrechungen zu einer großen Apotheose.
Reichlicher Beifall belohnte den jugendlichen Interpreten für seine Leistung.
Das Duo "taos" Jakub Drygas, Absolvent und Mateja Zenzerovic, Studentin der HMTH, entwickelte in dem im Hauptteil des Programms ganz andere Klangwelten:
Samtige Akkordeon-Klänge, vertrackte Rhythmen, exzessive Virtuosität beider Musiker mischten und ergänzten sich in einem Feuerwerk großartigen Musikantentums in höchster Expressivität und Hingabe. Das Divertimento Nr.3 B-Dur von W.A, Mozart, im Original für drei Bassetthörner, geriet zu einem Theaterstück mit drei Personen unterschiedlicher Charaktere, die sich im munteren Gespräch mit Witz, Humor bis zum scheinbaren Streit unterhielten und vergnügten.
Diesem Auftakt folgten überraschend schlüssig vier Kompositionen aus dem 20. Jh. "Spiegel-Bilder" von Isabel Mundry, ein abgehobenes Gespräch zwischen der Klarinette auf der Empore und dem Akkordeon vor dem Altar, wobei sich klangliche Linien und Flächen ergänzten, umspielten, annäherten, sich wieder entfernten oder miteinander verschmolzen: ein spannendes Klang-Spiel.
Die äußerst komplexe Klarinettensonate von Leonard Bernstein verblüffte mit ihren Jazz-Elementen, rhythmischen Überraschungen, fülligem Akkordeon-Sound und technischen Kunststücken auf der Klarinette, ein weiteres Glanzstück des an Feinfühligkeit und Präzision überzeugenden Duos. In der Komposition von Jean Francaix "Tema con Varaizioni" zeigten beide Musiker die Beherrschung ihrer Instrumente bis an die Grenzen spieltechnischer Möglichkeiten.
Das letzte moderne Stück von dem Norweger Hakon Berge "Jakten", im Jahr 2000 komponiert, nahm mit seiner beinahe schlichten Dialog-Führung beider Instrumente die Zuhörer gefangen: Frage, Antwort, Wiederholung, Ergänzung, Entsprechung bis zum Einklang führten in einer wachsenden inneren Spannung fast bis zur Atemlosigkeit. Ein großer Applaus dankte den beiden überzeugenden Interpreten.
In diesem Konzert gelang es, Musikbeispiele des 20. Jh. einem aufmerksam lauschenden Zuhörerkreis näher zu bringen.
Ein großartiges Konzert dreier junger Nachwuchsmusiker
der "Hochschule für Musik und Theater Hannover".
Fotos: Ilka Porath
|
|
Presse
| Neustädter Blatt (Sonntag, 30. September 2010)
Außergewöhnliches Konzert mit Akkordeon, Klarinette und Orgel
Niedernstöcken (lb) Am Sonntag gab es in der Gorgoniuskirche in Niedernstöcken ein ganz besonderes Konzert mit dem Duo „taos“ und Gordon Malerba. Das Duo, welches im Jahr 2005 gegründet wurde, besteht aus Mateja Zenzerovic (Akkordeon) und Jakob Drygas (Klarinette).

Zum Auftakt spielte Gordon Malerba aus Braunschweig Orgelimprovisationen im barocken Stil. Die Variationen über den Choral „Herr Jesu Christ, wahres Licht“ passten perfekt zu der Furtwängler und Hammer Orgel. Ein Stück von Wolfgang Amadeus Mozart wurde eigens von Mateja Zenzerovic neu arrangiert und klang heiter, leicht und beschwingt. Einen Kontrapunkt hierzu setzte das Duo mit dem Stück der zeitgenössischen Komponistin Isabel Mundry mit dem Titel „Spiegelbilder“.
Die Töne der beiden Zungenblattinstrumente waren in der eigenwilligen Komposition kaum voneinander zu unterscheiden. Diese Art von experimenteller Musik traf aber nicht unbedingt den Geschmack aller Zuhörer. Die folgende Klarinettensonate von Leonhard Bernstein mit jazzigen Elementen war dann allerdings wieder gefälliger. Das „Tema con Variazioni“ von Jean Francais forderte Jakob Drygas auf der Klarinette allerhöchste Spielkunst ab.
Als letztes Stück des Duos folgte dann wieder ein zeitgenössisches Stück von Hakon Berge. Aufgebaut war die Komposition wie eine Art Zwiegespräch zwischen den beiden Instrumenten. Der Abschluss des Konzertes mit Orgelimprovisationen im romantischen Stil bildete den Höhepunkt des besonderen Konzertes. Die Künstler wurden für ihre Leistung mit viel Applaus bedacht.
Der Nachmittag fand bei Brot, Wein und Gesprächen einen schönen Ausklang.
Das nächste Konzert wird erst im Mai 2011 stattfinden. Das „Junge Vokalensemble“ unter der Leitung von Klaus-Jürgen Etzold und Professor Hans Bößler an der Orgel werden dann zu Gast in der Kirche sein.
|
|
|
 |
|
|
| |
|
|
|
Samstag, den 11. Juli 2010
"Lieder und Orgelwerke der Romantik"
Konzertsängerin Judith Bergmann, Mezzosopran, Würzburg
|
 |
|
 |
Kultursommerkonzert in Niedernstöcken
 Trotz großer Hitze fanden sich ca 90 Zuhörer in der Niedernstöckener Kirche zu einem beeindruckenden Konzert ein.
Die beiden sympathischen jungen Musiker: Judith Bergmann, Konzertsängerin aus Würzburg und Stefan Kießling, Konzertorganist aus Leipzig hatten ein romantisches Programm erarbeitet, das einen weiten Bogen spannte.
Es wurde mit Felix Mendelssohn Bartholdys Orgelsonate B-Dur op. 65 Nr. 4 vorzüglich registriert und souverän vorgetragen, eingeleitet.
In den nachfolgenden selten zu hörenden "biblischen Liedern" op. 99 von Antonin Dvorak überraschte der einfühlsame, subtil differenzierende und klanglich verinnerlichte Mezzosopran von Judith Bergmann, klanglich hervorragend begleitet und getragen von der romantischen Furtwängler&Hammer-Orgel, die wieder einmal ihre besonderen klanglichen Qualitäten bewies.
In Sigfrid Karg-Elerts Rondo alla Campanella op. 156 und Robert Schumanns "Studien für den Pedalflügel" op. 56 Nr. 3,4 und 5 zeigte Stefan Kießling sein solistisches Können in der Behandlung der kontrapunktischen und rhythmisch vertrackten Meisterstücke Schumanns wie auch der Klangspiele, Farbenvielfalt und Spielfreude des Rondos von Karg-Elert. Beides Werke, die für die romantische Furtwängler&Hammer-Orgel wie geschaffen scheinen. In Max Regers "Zwei geistliche Lieder" op. 105 verschmolzen Gesang und Orgel zu einer tief ergreifenden Einheit. Das Kabinettstück Scherzo op. 2 von Muarice Duruflé wurde von Stefan Kießling klangfreudig und erfrischend spritzig hingetupft.
Zum Schluss des aparten Programms erklang die Missa "in simplicitate" von Jean Langlais für Gesang und Orgel, ein Meisterwerk schlichter Schönheit, Zartheit und Empfindung, das von beiden Künstlern ergreifend innig dargeboten wurde. Judith Bergmann überzeugte mit ihrem warmen, modulationsfähigen und ausdrucksstarken Mezzosopran von großer Ausstrahlung, Stefan Kießling meisterte souverän und einfühlsam den vielfältigen Part als Begleiter wie auch als Solist diffiziler und virtuoser Orgelkunstwerke.
Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus, der Kulturkreis schenkte jedem Künstler einen Korb mit Früchten und Produkten aus der Region, verbunden mit guten Wünschen für die weitere musikalische Zukunft.
Fotos: Gerhard Zamzow
|
|
|
|
|
 |
|
|
| |
|
|
|
Samstag, den 20. März 2010
"Posaunenqartett OPUS 4"
OPUS4 Posaunisten des Gewandhausorchesters Leipzig
Denny Wilke, Orgel
|
 |
|
 |
Posaunenklänge aus fünf Jahrhunderten in Niedernstöcken
Frenetischer Beifall für die vier Posaunisten aus Leipzig und
Denny Wilke, Assistenzorganist am Merseburger Dom und
Stadtorganist an der Marienkirche Mühlhausen.
 Das Posaunenquartett OPUS4, von Musikern des Gewandhausorchesters Leipzig 1994 gegründet, begeisterte ca 120 Zuhörer
am Samstag, 20. März in der St. Gorgoniuskirche zu Niedernstöcken.
Durch das eineinhalbstündige Programm führte informativ und humorvoll moderierend der Soloposaunist vom Gewandhaus Jörg Richter.
Er erklärte nach einem festlichen Einleitung von Claudio Monteverdi "Gloria" und "Exultent Caeli" für vier Posaunen
die besondere Klangweise der historischen Posaunen, die gefällig weich und doch raumfüllend in Werken von Josquin Desprez, Thomas Selle und Hans Leo Hassler erklangen.
Die berühmte ARIA aus der D-Dur-Suite von Joh. Seb. Bach (BWV 1068), dargeboten auf modernen deutschen Instrumenten, erklang lieblich und in fast streicherhaftem Legato, intensiv und einschmeichelnd. Im Kontrast dazu spielten die vier Bläser die Orgel-Fuge in g-Moll (BWV 578) in rasantem Tempo mit virtuosen Läufen im polyphonen Stimmengeflecht, dass beinahe die technischen Spielgrenzen der Posaunen erreicht wurden, was die Zuhörer mit einem frenetischen Beifall dankten.
Der Konzertorganist Denny Wilke leitete organisch anschließend seinen Programmanteil mit der wunderbaren und rätselvollen Fuge über BACH Nr. V, einem Spätwerk Robert Schumanns ein, das auf der romantischen Furtwängler&Hammer-Orgel in einer klaren und durchsichtigen Weise trotz des außerordentlichen Schwierigkeitsgrades in geradezu atemloser Leichtigkeit und Spielfreude gelang. Der romantische Orgelklang verschmolz überraschend organisch mit den vier Posaunen bei den nachfolgenden Originalkompositionen von Joh. Georg Frank Braun und Gio Martino Cesare, beide aus dem 16.Jhdt. in beeindruckend verschiedenfarbigen Klangfolgen und -flächen.
Anton Bruckners "Ave Maria/Antiphon/Ecce Sacerdos", im Original für Männerchor, wurde von OPUS4 überzeugend in erhabenem geistlichen Stil vorgetragen. Denny Wilke rahmte dieses ergreifende Werk mit zwei entsprechend gleichwertigen und bedeutenden Kompositionen auf der Orgel ein: Max Reger "Bendictus" aus op. 59 Nr.9 und César Franck "Pièce héroique", wobei die romantische Furtwängler&Hammer-Orgel wieder einmal mit ihrer Klangfülle und Farbigkeit ihre besondere Eignung für derartige Werke unter Beweis stellte, besonders wenn sie von einem kundigen und adäquaten Interpreten, wie sich Denny Wilke in seiner Registrierung und Darstellung überzeugend auswies, dargeboten werden.
Die ergriffenen Zuhörer benötigten einige Zeit, bis sie sich zu einem gewaltigen Applaus des Dankes entschließen konnten.
Mit der "Kaffeestunde bei Anna Magdalena" (Bach) von Bernhard Krol (geb. 1920), dem Posaunenquartett OPUS4 gewidmet und George Gershwins "A Portrait" launig und humorvoll vorgetragen, endete das durch viele Stilepochen führende reichhaltige und umfangreiche Programm.
Die hervorragenden Musiker wurden mit einem nicht enden wollenden Beifall gefeiert, bei dem auch der Fußboden durch Getrampel in Vibrationen geriet.
Bei Brot und Wein ergaben sich im Anschluss noch viele interessante Gespräche zwischen den Besuchern und den Künstlern.
Fotos: Ilka Porath
|
|
Presse
Neustädter Blatt (Sonntag, 24./25. März 2010)
Bachs Fuge in g-Moll klingt
auch mit Posaunen gut
Niedernstöcken (lb) Erfrischende
Posaunenklänge läuteten am
Samstag in der Gorgoniuskirche in
Niedernstöcken den Frühling ein.
Die vier Posaunisten des Gewandhausorchesters
Leipzig gründeten
1994 das Bläserensemble Opus 4.
Mit ihrem Repertoire aus klassischen
Stücken des 15. bis 20. Jahrhunderts
boten sie den
Zuschauern einen musikalischen
Leckerbissen der besonderen
Klasse.
Die vier Vollblutmusiker spielten
mit höchster Präzision. Ihr Spiel
war dabei variantenreich und gefühlvoll.
Jörg Richter (Alt- und Tenorposaune),
Dirk Lehmann
(Tenorposaune), Stephan Meiner
(Tenor- und Baßposaune) und
Ralph Weiner (Baßposaune) stellten
eindrucksvoll unter Beweis,
dass die Posaune nicht nur ein Begleitinstrument
in Orchestern ist.
Sie gaben einen umfassenden Einblick
in die musikalische Bandbreite
des Instrumentes. Nicht
immer waren die Töne kraftvoll
sondern auch zart wie ein Frühlingshauch.
Das abwechslungsreiche Programm
bestand unter anderem
aus Stücken von Claudio Monteverdi,
Johann Sebastian Bach, Max
Reger und George Gershwin. Die
Fuge in g-Moll von Bach wurde
von Jörg Richter für Posaune umgeschrieben.
Hier zeigte sich bereits
nach den ersten Takten, dass
die Fuge durchaus von Blechblasinstrumenten
gespielt werden
kann, wenn die Instrumente so
meisterlich beherrscht werden wie
von den vier Künstlern.
Bereichert wurde das Konzert
durch Kompositionen, die auf der
romantischen Furtwängler&Hammer
Orgel gespielt wurden. Der
Konzertorganist und Stadtorganist
der Marienkirche, Denny Wilke,
spielte Solostücke von Schumann,
Reger und Franck. Gemeinsam mit
den Bläsern spielte er Werke von
Johann Georg Frank Braun und Gio
Martino Cesare. Dabei verwoben
sich die Klänge von Posaunen und
Orgel zu einem einzigartigen
Klangteppich, der die Kirche erfüllte.
Der zeitgenössische Komponist
Bernhard Krol hat das Stück
„Kaffeestunde bei Anna Magdalena“
für Opus 4 geschrieben, welches
besonders lebhaft und
dynamisch gespielt wurde. Mit
einem Medley von George
Gershwin endete das Konzert heiter
und beschwingt.
Die wunderschönen
Klänge berührten die
Zuhörer und es gab reichlich Applaus.
Als Zugabe folgte dann der
Säbeltanz von Aram Khatchaturian
– ein weiterer Höhepunkt dieser
Veranstaltung. Wer wollte, konnte
im Anschluss den Abend mit Gespräch,
Wein und kleinen Appetithappen
ausklingen lassen.
|
|
|
 |
|
|
| |
|
|
|
Sonntag, den 13. September 2009
10 Jahre Kulturkreis Romantische Orgel Niedernstöckene.V.
Das Jubiläumskonzert stand unter dem Motto
"Ein musikalischer Blumenstrauß"
Thomas Crome: Horn/Alphorn
Frank Oidtmann: Orgel
|
 |
|
 |
Jubiläumskonzert in Niedernstöcken
10 Jahre Kulturkreis romantische Orgel Niedernstöcken e.V.
Einen festlich bunten musikalischen Blumenstrauß boten der Kammermusiker Thomas Crome (Karlsruhe) mit Horn und Alphorn, sowie Frank Oidtmann (Stuttgart) auf der romantischen Furtwängler&Hammer-Orgel mit aparten, selten zu hörenden Werken von Komponisten des 20. Jahrhunderts aus Ungarn, Estland, Belgien, Österreich und Deutschland.
Thomas Crome führte humorvoll und charmant durch das abwechslungsreiche Programm. Das Alphorn wurde unter seiner erstaunlichen virtuosen Handhabung bei einigen traditionellen Alphornrufen sowie einer Originalkomposition von Leopold Mozart zum Konzertinstrument. Frank Oidtmann spielte mit überzeugender Souveränität die Sonata in F-Dur von Joseph Gabriel Rheinberger in vier Sätzen, innerhalb des Programms aufgeteilt, als dominierenden "Klang-Kontrapunkt" der romantischen Orgel zu den intensiv durchdringenden oder auch zart gehauchten Horntönen des hervorragenden Solisten vom Badischen Staatsorchester.
Der Kulturkreis hatte eine Ausstellung von Plakaten, Zeitungsberichten und Bildern der Konzerte in Niedernstöcken seit seiner Gründung vorbereitet, in der die Vielseitigkeit der Konzertprogramme und Ensembles demonstriert wurden.
Der Superintendent Michael Hagen gratulierte in seinem Grußwort dem aktiven und erfolgreichen Kulturkreis, der einem Kulturkleinod der Neustädter Region wieder zur Lebendigkeit verholfen hat und wies auf die Bedeutung der Musik als Gotteslob hin.
Die Ortsbürgermeisterin Annegret Messerschmidt, langjähriges Mitglied des Kulturkreises, kennzeichnete in ihrem Grußwort die musikalischem Aktivitäten des Kulturkreises als kleines "Kulturzentrum" im Norden des Neustädter Landkreises. Dietrich Schmolling beglückwünschte in seinen Dankesworten die Gemeinde Mandelsloh zur anstehenden Restaurierung der Furtwängler&Hammer-Orgel in der Mandelsloher Kirche, wodurch eine weitere Klangfarbe in der "Orgellandschaft" des Neustädter Landkreises geschaffen würde.
Im Namen der Vereine Niedernstöckens gratulierte Eberhard Zywitzki-Bandelin, der Leiter des Posaunenchors, dem Kulturkreis für seine erfolgreiche Arbeit.
Lange noch wurde bei Brot und Wein mit den Konzertbesuchern und Mitgliedern des Kulturkreises das Ereignis des 10jährigen Bestehens vom Kulturkreis gefeiert und auf die Zukunft angestoßen.

Fotos: Gerhard Zamzow
|
|
|
 |
|
|
| |
|
|
|
Sonntag, den 21. Juni 2009
"En sommerafton" (Ein Sommerabend)
"Schwedische Vokalmusik"
VOCADO, Vokalsextett aus Schweden
"Skandinavische Orgelmusik"
Tobias Götting, Orgel
|
 |
|
 |
|
Seit 2005 ist der "Kulturkreis romantische Orgel Niedernstöcken e.V." mit einem Konzert in der St. Gorgoniuskirche innerhalb
des Programms vom "Kultursommer der Region Hannover" vertreten.

Diesmal erklang pünktlich zum Sommeranfang vom jungen schwedischen Vokalsextett VOCADO - Preisträger des A-cappella-Wettbewerbs
2008 in Leipzig - unter dem Motto "En sommerafton" (Ein Sommerabend) ein Programm traditioneller schwedischer Musik mit z.T. eignenen
Bearbeitungen des Ensembles.
In Verbindung mit dem Organisten und Kantor der St. Lambertikirche in Oldenburg, Tobias Götting, der
eine Sonata in g-Moll von Oscar Lindberg vortrug, ergab sich ein abgerundetes, stimmungsvolles Programm, dem mehr als 200 Zuhörer
gebannt zuhörten.
Nach dem Konzert blieben noch viele Zuhörer im Gespräch mit den sympathischen jungen Musikern bei Brot und Wein.
Die am häufigsten gestellte Frage lautete: Wann kommen Sie wieder?
Fotos: Julia Schmolling
Presse
|
Leinezeitung - Neustadt (Dienstag, 23. Juni 2009)
Vocado: Eine Schwedenreise nach Noten
Niedernstöcken. Donnernder Applaus Sonntagabend in der Gorgoniuskirche: Vocado hatte ihn sich verdient. Das schwedische A-cappella-Ensemble zog die Besucher in der voll besetzten Kirche in seinen Bann. "Es ist unglaublich, wie viel Kraft in diesen Stimmen steckt", sagte Dietrich Schmolling vom Kulturkreis romantische Orgel. Er hatte die schwedischen Stimmenkünstler für das Konzert gewonnen.
Das Sextett zeigte, wie feinfühlig schwedische Musik sein kann. Dank Sopranistin Amanda Sjöberg schienen die klangvollen Melodien durch den Kirchenraum von St. Gorgonius zu schweben.
Ein Sommerabend lautete der Titel des Konzerts. Mit ihrem Repertoire entführten die Sänger und Sängerinnen die Zuhörer in die Klangwelten der nordischen Länder. Zwischen den Gesangsdarbietungen spielte Tobias Götting auf der Orgel Musik schwedischer Komponisten. Die aussagestarke Musik war Unterhaltung auf höchstem Niveau. Das Publikum genoss die kurze Reise in den hohen Norden, forderte vier Zugaben - und bekam sie auch. caf
Proviantkörbchen zum Dank für einen gelungenen Auftritt
(von links):
Für das Sextett mit Anton Leanderson-Andréas, Amanda Sjöberg, Lukas Gavelin, Malin Lundin, Joel Nilson und Emma Alm kommen die Konzertbesucher von weither. Faber
|
Presse
|
Neustädter Blatt (Donnerstag, 25. Juni 2009)
Vokalsextett aus Schweden
lässt vom Sommer träumen
Niedernstöcken (r) Wahrhaft zum
Träumen war die Musik des Vokalsextetts „vocado“ aus Schweden.
Mit klassischer schwedischer Volksmusik aber auch mit modernen
volkstümlichen Liedern begeisterten die drei Sängerinnen
und Sänger, die in sechs Tonlagen singen, am Sonntagabend die Zuhörer
in der gut besuchten Gorgoniuskirche in Niedernstöcken.
Ausgefallen arrangiert, mit harmonischem Zusammenklang wurden die Lieder vorgetragen.
Die
Stimmen sind gut ausgebildet, jedoch so zurückgenommen, dass keine Stimme hervor klingt. Alles
ist nur auf den Gesamtklang gerichtet. Ebenso außergewöhnlich war das Orgelspiel von Tobias Götting auf der romantischen Furtwängler
und Hammer Orgel, der ebenfalls Stücke von schwedischen
Komponisten zu Gehör brachte.
Die überaus begeisterten Zuhörer applaudierten ausgiebig und erklatschten sich so noch vier Lieder als Zugabe.
Das nächste Konzert in der Gorgonius Kirche wird am Sonntag, 13. September stattfinden. Es wird das „Jubiläumskonzert“ mit Thomas
Crome, Horn und Alphorn, sowie Frank Oidtmann an der Orgel geben.
Begeistern mit moderner und traditioneller schwedischer Volkmusik: das Vokalsextett
Vocado in Niedernstöcken. Foto r.
|
|
|
|
 |
|
|
| |
|
|
|
Sonntag, den 1. März 2009
"Jazz-Pop-Gospel" & "Jazzimprovisationen auf der Orgel"
David Timm, Orgel |
 |
|
 |
|
Stehende Ovationen für Vivid Voices und Anne Kohler in der St. Gorgoniuskirche zu Niedernstöcken
Mehr als zweihundert begeisterte Zuhörer feierten stehend nach einem beeindruckenden Konzert in Niedernstöcken mit lang anhaltendem Applaus den Jazzchor der Hochschule für Musik und Theater Hannover und ihre scheidende Leiterin Anne Kohler, die den Ruf einer Professur für Chorleitung von der Musikhochschule Detmold angenommen hat.
Das unter dem Motto: "Jazz – Pop – Gospel" stehende Programm bot in Höchstvollendung vorgetragen anspruchsvolle Arrangements der populären Chormusik: Jazzstandards, wie z.B. "When I fall in love", Let it snow", beliebte Popklassiker von Leonhard Cohen "Halleluja", "Freedom" von George Michael, "Engel" von Rammstein u.a.
Einzelne Chormitglieder stimmten mit humorvollen aber auch tiefsinnigen Ansagen die Zuhörer auf die Chorbeiträge ein.
David Timm bereicherte das Programm mit drei sehr unterschiedlichen Improvisationen auf der romantischen Furtwängler&Hammer-Orgel, zunächst über den Jazztitel "My Romance" von Rogers und Hart aus dem Jahre 1935, wobei er die feineren und leiseren Register der Orgel raffiniert einzusetzen verstand. Es folgte der mit dunklen und z.T. gewaltigen Clustern und Klangmontagen unterlegte Luther-Choral "Verleih uns Frieden gnädiglich", schließlich eine furiose Improvisation über die "Fantasia supra: Komm heiliger Geist, Herre Gott" von J.S. Bach,
die schier "unerhörte" Klangmöglichkeiten der Orgel auslotete. David Timm ließ es sich auch nicht nehmen, z.B. die Orgel in die Ostinato-Akkorde des Chores "Freedom" einzumischen.
Es war ein außerordentlich beeindruckendes, nachhaltig wirkendes Konzert!
Es bleibt zu hoffen, dass die Hochschule für Musik und Theater Hannover einen adäquaten Nachfolger für die Chorleitung des vor allem aus Studierenden der Schulmusik- und Jazzabteilung bestehenden Ensembles finden
wird.
Fotos: Gerhard Zamzow
|
|
| |
|
|
|