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Rückschau auf die Konzerte:

 
     
  11. Juli 2010 "Lieder und Orgelwerke der Romantik"  
  20. März 2010 "Posaunenqartett OPUS 4"  
  13. September 2009 "Ein musikalischer Blumenstrauß"  
  21. Juni 2009 "En sommerafton" (Ein Sommerabend)  
  1. März 2009 "Jazz-Pop-Gospel" und "Jazzimprovisationen auf der Orgel"  
     
  Rückschau auf ältere Konzerte (2006 bis 2008)  
     
     
     


Samstag, den 11. Juli 2010

"Lieder und Orgelwerke der Romantik"

Konzertsängerin Judith Bergmann, Mezzosopran, Würzburg

Konzertorganist Stefan Kießling, Leipzig

 

 

Kultursommerkonzert in Niedernstöcken

Judith Bergmann, Stefan Kießling (Großbild ca. 51 KB)Stefan Kießling, Orgel (Großbild ca. 41 KB)Trotz großer Hitze fanden sich ca 90 Zuhörer in der Niedernstöckener Kirche zu einem beeindruckenden Konzert ein.

Die beiden sympathischen jungen Musiker: Judith Bergmann, Konzertsängerin aus Würzburg und Stefan Kießling, Konzertorganist aus Leipzig hatten ein romantisches Programm erarbeitet, das einen weiten Bogen spannte.

Es wurde mit Felix Mendelssohn Bartholdys Orgelsonate B-Dur op. 65 Nr. 4 vorzüglich registriert und souverän vorgetragen, eingeleitet. In den nachfolgenden selten zu hörenden "biblischen Liedern" op. 99 von Antonin Dvorak überraschte der einfühlsame, subtil differenzierende und klanglich verinnerlichte Mezzosopran von Judith Bergmann, klanglich hervorragend begleitet und getragen von der romantischen Furtwängler&Hammer-Orgel, die wieder einmal ihre besonderen klanglichen Qualitäten bewies.

Judith Bergmann, Gesang (Großbild ca. 52 KB)In Sigfrid Karg-Elerts Rondo alla Campanella op. 156 und Robert Schumanns "Studien für den Pedalflügel" op. 56 Nr. 3,4 und 5 zeigte Stefan Kießling sein solistisches Können in der Behandlung der kontrapunktischen und rhythmisch vertrackten Meisterstücke Schumanns wie auch der Klangspiele, Farbenvielfalt und Spielfreude des Rondos von Karg-Elert. Beides Werke, die für die romantische Furtwängler&Hammer-Orgel wie geschaffen scheinen. In Max Regers "Zwei geistliche Lieder" op. 105 verschmolzen Gesang und Orgel zu einer tief ergreifenden Einheit. Das Kabinettstück Scherzo op. 2 von Muarice Duruflé wurde von Stefan Kießling klangfreudig und erfrischend spritzig hingetupft.

Zum Schluss des aparten Programms erklang die Missa "in simplicitate" von Jean Langlais für Gesang und Orgel, ein Meisterwerk schlichter Schönheit, Zartheit und Empfindung, das von beiden Künstlern ergreifend innig dargeboten wurde. Judith Bergmann überzeugte mit ihrem warmen, modulationsfähigen und ausdrucksstarken Mezzosopran von großer Ausstrahlung, Stefan Kießling meisterte souverän und einfühlsam den vielfältigen Part als Begleiter wie auch als Solist diffiziler und virtuoser Orgelkunstwerke.

Judith Bergmann, Stefan Kießling bei der Präsentübergabe (Großbild ca. 55 KB)Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus, der Kulturkreis schenkte jedem Künstler einen Korb mit Früchten und Produkten aus der Region, verbunden mit guten Wünschen für die weitere musikalische Zukunft.

 

 

 





Fotos: Gerhard Zamzow


 
     


Samstag, den 20. März 2010

"Posaunenqartett OPUS 4"

OPUS4 Posaunisten des Gewandhausorchesters Leipzig
Denny Wilke, Orgel

 

 

Posaunenklänge aus fünf Jahrhunderten in Niedernstöcken

Frenetischer Beifall für die vier Posaunisten aus Leipzig und Denny Wilke, Assistenzorganist am Merseburger Dom und Stadtorganist an der Marienkirche Mühlhausen.

Posaunenquartett OPUS4 (Großbild ca.82 KB)Posaunenquartett OPUS 4 (Großbild ca.115KB)Das Posaunenquartett OPUS4, von Musikern des Gewandhausorchesters Leipzig 1994 gegründet, begeisterte ca 120 Zuhörer am Samstag, 20. März in der St. Gorgoniuskirche zu Niedernstöcken. Durch das eineinhalbstündige Programm führte informativ und humorvoll moderierend der Soloposaunist vom Gewandhaus Jörg Richter. Er erklärte nach einem festlichen Einleitung von Claudio Monteverdi "Gloria" und "Exultent Caeli" für vier Posaunen die besondere Klangweise der historischen Posaunen, die gefällig weich und doch raumfüllend in Werken von Josquin Desprez, Thomas Selle und Hans Leo Hassler erklangen.

Die berühmte ARIA aus der D-Dur-Suite von Joh. Seb. Bach (BWV 1068), dargeboten auf modernen deutschen Instrumenten, erklang lieblich und in fast streicherhaftem Legato, intensiv und einschmeichelnd. Im Kontrast dazu spielten die vier Bläser die Orgel-Fuge in g-Moll (BWV 578) in rasantem Tempo mit virtuosen Läufen im polyphonen Stimmengeflecht, dass beinahe die technischen Spielgrenzen der Posaunen erreicht wurden, was die Zuhörer mit einem frenetischen Beifall dankten.

Der Konzertorganist Denny Wilke leitete organisch anschließend seinen Programmanteil mit der wunderbaren und rätselvollen Fuge über BACH Nr. V, einem Spätwerk Robert Schumanns ein, das auf der romantischen Furtwängler&Hammer-Orgel in einer klaren und durchsichtigen Weise trotz des außerordentlichen Schwierigkeitsgrades in geradezu atemloser Leichtigkeit und Spielfreude gelang. Denny Wilke, Orgel (Großbild ca.60KB)Der romantische Orgelklang verschmolz überraschend organisch mit den vier Posaunen bei den nachfolgenden Originalkompositionen von Joh. Georg Frank Braun und Gio Martino Cesare, beide aus dem 16.Jhdt. in beeindruckend verschiedenfarbigen Klangfolgen und -flächen.

Anton Bruckners "Ave Maria/Antiphon/Ecce Sacerdos", im Original für Männerchor, wurde von OPUS4 überzeugend in erhabenem geistlichen Stil vorgetragen. Denny Wilke rahmte dieses ergreifende Werk mit zwei entsprechend gleichwertigen und bedeutenden Kompositionen auf der Orgel ein: Max Reger "Bendictus" aus op. 59 Nr.9 und César Franck "Pièce héroique", wobei die romantische Furtwängler&Hammer-Orgel wieder einmal mit ihrer Klangfülle und Farbigkeit ihre besondere Eignung für derartige Werke unter Beweis stellte, besonders wenn sie von einem kundigen und adäquaten Interpreten, wie sich Denny Wilke in seiner Registrierung und Darstellung überzeugend auswies, dargeboten werden.

Die ergriffenen Zuhörer benötigten einige Zeit, bis sie sich zu einem gewaltigen Applaus des Dankes entschließen konnten.

Mit der "Kaffeestunde bei Anna Magdalena" (Bach) von Bernhard Krol (geb. 1920), dem Posaunenquartett OPUS4 gewidmet und George Gershwins "A Portrait" launig und humorvoll vorgetragen, endete das durch viele Stilepochen führende reichhaltige und umfangreiche Programm.

Posaunenquartett OPUS4 und Denny Wilke, Orgel (Großbild ca.81 KB)Die hervorragenden Musiker wurden mit einem nicht enden wollenden Beifall gefeiert, bei dem auch der Fußboden durch Getrampel in Vibrationen geriet.

Bei Brot und Wein ergaben sich im Anschluss noch viele interessante Gespräche zwischen den Besuchern und den Künstlern.









Fotos: Ilka Porath




Presse

Neustädter Blatt (Sonntag, 24./25. März 2010)

Bachs Fuge in g-Moll klingt auch mit Posaunen gut

Das Posaunen-Quartett OPUS4 (links) wird beim Konzert von dem Organisten Denny Wilke (rechts) begleitet.

Niedernstöcken (lb) Erfrischende Posaunenklänge läuteten am Samstag in der Gorgoniuskirche in Niedernstöcken den Frühling ein. Die vier Posaunisten des Gewandhausorchesters Leipzig gründeten 1994 das Bläserensemble Opus 4. Mit ihrem Repertoire aus klassischen Stücken des 15. bis 20. Jahrhunderts boten sie den Zuschauern einen musikalischen Leckerbissen der besonderen Klasse.

Die vier Vollblutmusiker spielten mit höchster Präzision. Ihr Spiel war dabei variantenreich und gefühlvoll. Jörg Richter (Alt- und Tenorposaune), Dirk Lehmann (Tenorposaune), Stephan Meiner (Tenor- und Baßposaune) und Ralph Weiner (Baßposaune) stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass die Posaune nicht nur ein Begleitinstrument in Orchestern ist. Sie gaben einen umfassenden Einblick in die musikalische Bandbreite des Instrumentes. Nicht immer waren die Töne kraftvoll sondern auch zart wie ein Frühlingshauch.

Das abwechslungsreiche Programm bestand unter anderem aus Stücken von Claudio Monteverdi, Johann Sebastian Bach, Max Reger und George Gershwin. Die Fuge in g-Moll von Bach wurde von Jörg Richter für Posaune umgeschrieben. Hier zeigte sich bereits nach den ersten Takten, dass die Fuge durchaus von Blechblasinstrumenten gespielt werden kann, wenn die Instrumente so meisterlich beherrscht werden wie von den vier Künstlern.

Bereichert wurde das Konzert durch Kompositionen, die auf der romantischen Furtwängler&Hammer Orgel gespielt wurden. Der Konzertorganist und Stadtorganist der Marienkirche, Denny Wilke, spielte Solostücke von Schumann, Reger und Franck. Gemeinsam mit den Bläsern spielte er Werke von Johann Georg Frank Braun und Gio Martino Cesare. Dabei verwoben sich die Klänge von Posaunen und Orgel zu einem einzigartigen Klangteppich, der die Kirche erfüllte. Der zeitgenössische Komponist Bernhard Krol hat das Stück „Kaffeestunde bei Anna Magdalena“ für Opus 4 geschrieben, welches besonders lebhaft und dynamisch gespielt wurde. Mit einem Medley von George Gershwin endete das Konzert heiter und beschwingt.

Die wunderschönen Klänge berührten die Zuhörer und es gab reichlich Applaus. Als Zugabe folgte dann der Säbeltanz von Aram Khatchaturian – ein weiterer Höhepunkt dieser Veranstaltung. Wer wollte, konnte im Anschluss den Abend mit Gespräch, Wein und kleinen Appetithappen ausklingen lassen.




 
     


Sonntag, den 13. September 2009

10 Jahre Kulturkreis Romantische Orgel Niedernstöckene.V.

Das Jubiläumskonzert stand unter dem Motto

"Ein musikalischer Blumenstrauß"

Thomas Crome: Horn/Alphorn
Frank Oidtmann: Orgel

 

 

Jubiläumskonzert in Niedernstöcken

10 Jahre Kulturkreis romantische Orgel Niedernstöcken e.V.

Einen festlich bunten musikalischen Blumenstrauß boten der Kammermusiker Thomas Crome (Karlsruhe) mit Horn und Alphorn, sowie Frank Oidtmann (Stuttgart) auf der romantischen Furtwängler&Hammer-Orgel mit aparten, selten zu hörenden Werken von Komponisten des 20. Jahrhunderts aus Ungarn, Estland, Belgien, Österreich und Deutschland.

Thomas Crome, Alphorn (Großbild ca. 79 KB)Thomas Crome führte humorvoll und charmant durch das abwechslungsreiche Programm. Das Alphorn wurde unter seiner erstaunlichen virtuosen Handhabung bei einigen traditionellen Alphornrufen sowie einer Originalkomposition von Leopold Mozart zum Konzertinstrument. Frank Oidtmann spielte mit überzeugender Souveränität die Sonata in F-Dur von Joseph Gabriel Rheinberger in vier Sätzen, innerhalb des Programms aufgeteilt, als dominierenden "Klang-Kontrapunkt" der romantischen Orgel zu den intensiv durchdringenden oder auch zart gehauchten Horntönen des hervorragenden Solisten vom Badischen Staatsorchester.

Thomas Crome, Horn und Frank Oidtmann, Orgel (Großbild ca.95 KB)Der Kulturkreis hatte eine Ausstellung von Plakaten, Zeitungsberichten und Bildern der Konzerte in Niedernstöcken seit seiner Gründung vorbereitet, in der die Vielseitigkeit der Konzertprogramme und Ensembles demonstriert wurden.

Der Superintendent Michael Hagen gratulierte in seinem Grußwort dem aktiven und erfolgreichen Kulturkreis, der einem Kulturkleinod der Neustädter Region wieder zur Lebendigkeit verholfen hat und wies auf die Bedeutung der Musik als Gotteslob hin.


Die Ortsbürgermeisterin Annegret Messerschmidt, langjähriges Mitglied des Kulturkreises, kennzeichnete in ihrem Grußwort die musikalischem Aktivitäten des Kulturkreises als kleines "Kulturzentrum" im Norden des Neustädter Landkreises. Dietrich Schmolling beglückwünschte in seinen Dankesworten die Gemeinde Mandelsloh zur anstehenden Restaurierung der Furtwängler&Hammer-Orgel in der Mandelsloher Kirche, wodurch eine weitere Klangfarbe in der "Orgellandschaft" des Neustädter Landkreises geschaffen würde.

Im Namen der Vereine Niedernstöckens gratulierte Eberhard Zywitzki-Bandelin, der Leiter des Posaunenchors, dem Kulturkreis für seine erfolgreiche Arbeit.

Lange noch wurde bei Brot und Wein mit den Konzertbesuchern und Mitgliedern des Kulturkreises das Ereignis des 10jährigen Bestehens vom Kulturkreis gefeiert und auf die Zukunft angestoßen.

Thomas Crome, Horn und Frank Oidtmann, Orgel (Großbild ca.78 KB)













Fotos: Gerhard Zamzow


 
     


Sonntag, den 21. Juni 2009

"En sommerafton" (Ein Sommerabend)

"Schwedische Vokalmusik"
VOCADO, Vokalsextett aus Schweden

"Skandinavische Orgelmusik"
Tobias Götting, Orgel

Zur Webseite der Kulturregion Hannover

 

 

Seit 2005 ist der "Kulturkreis romantische Orgel Niedernstöcken e.V." mit einem Konzert in der St. Gorgoniuskirche innerhalb des Programms vom "Kultursommer der Region Hannover" vertreten.

Vocado (Großbild ca. 65 KB)

Diesmal erklang pünktlich zum Sommeranfang vom jungen schwedischen Vokalsextett VOCADO - Preisträger des A-cappella-Wettbewerbs 2008 in Leipzig - unter dem Motto "En sommerafton" (Ein Sommerabend) ein Programm traditioneller schwedischer Musik mit z.T. eignenen Bearbeitungen des Ensembles.

Tobias Götting, Orgel (Großbild ca. 70 KB) In Verbindung mit dem Organisten und Kantor der St. Lambertikirche in Oldenburg, Tobias Götting, der eine Sonata in g-Moll von Oscar Lindberg vortrug, ergab sich ein abgerundetes, stimmungsvolles Programm, dem mehr als 200 Zuhörer gebannt zuhörten.

 

Nach dem Konzert blieben noch viele Zuhörer im Gespräch mit den sympathischen jungen Musikern bei Brot und Wein. Die am häufigsten gestellte Frage lautete: Wann kommen Sie wieder?Vocado (Großbild ca. 65 KB)













Fotos: Julia Schmolling




Presse

Leinezeitung - Neustadt (Dienstag, 23. Juni 2009)

Vocado: Eine Schwedenreise nach Noten

Niedernstöcken. Donnernder Applaus Sonntagabend in der Gorgoniuskirche: Vocado hatte ihn sich verdient. Das schwedische A-cappella-Ensemble zog die Besucher in der voll besetzten Kirche in seinen Bann. "Es ist unglaublich, wie viel Kraft in diesen Stimmen steckt", sagte Dietrich Schmolling vom Kulturkreis romantische Orgel. Er hatte die schwedischen Stimmenkünstler für das Konzert gewonnen.

Vocado - Vocalsextett aus Schweden (Großbild ca. 100 KB) Das Sextett zeigte, wie feinfühlig schwedische Musik sein kann. Dank Sopranistin Amanda Sjöberg schienen die klangvollen Melodien durch den Kirchenraum von St. Gorgonius zu schweben.

Ein Sommerabend lautete der Titel des Konzerts. Mit ihrem Repertoire entführten die Sänger und Sängerinnen die Zuhörer in die Klangwelten der nordischen Länder. Zwischen den Gesangsdarbietungen spielte Tobias Götting auf der Orgel Musik schwedischer Komponisten. Die aussagestarke Musik war Unterhaltung auf höchstem Niveau. Das Publikum genoss die kurze Reise in den hohen Norden, forderte vier Zugaben - und bekam sie auch. caf

Proviantkörbchen zum Dank für einen gelungenen Auftritt (von links):
Für das Sextett mit Anton Leanderson-Andréas, Amanda Sjöberg, Lukas Gavelin, Malin Lundin, Joel Nilson und Emma Alm kommen die Konzertbesucher von weither. Faber

 




Presse

Neustädter Blatt (Donnerstag, 25. Juni 2009)

Vokalsextett aus Schweden lässt vom Sommer träumen

Niedernstöcken (r) Wahrhaft zum Träumen war die Musik des Vokalsextetts „vocado“ aus Schweden. Mit klassischer schwedischer Volksmusik aber auch mit modernen volkstümlichen Liedern begeisterten die drei Sängerinnen und Sänger, die in sechs Tonlagen singen, am Sonntagabend die Zuhörer in der gut besuchten Gorgoniuskirche in Niedernstöcken. Ausgefallen arrangiert, mit harmonischem Zusammenklang wurden die Lieder vorgetragen.Vocado - Vocalsextett aus Schweden (Großbild ca. 70 KB)

 

Die Stimmen sind gut ausgebildet, jedoch so zurückgenommen, dass keine Stimme hervor klingt. Alles ist nur auf den Gesamtklang gerichtet. Ebenso außergewöhnlich war das Orgelspiel von Tobias Götting auf der romantischen Furtwängler und Hammer Orgel, der ebenfalls Stücke von schwedischen Komponisten zu Gehör brachte. Die überaus begeisterten Zuhörer applaudierten ausgiebig und erklatschten sich so noch vier Lieder als Zugabe. Das nächste Konzert in der Gorgonius Kirche wird am Sonntag, 13. September stattfinden. Es wird das „Jubiläumskonzert“ mit Thomas Crome, Horn und Alphorn, sowie Frank Oidtmann an der Orgel geben.

Begeistern mit moderner und traditioneller schwedischer Volkmusik: das Vokalsextett Vocado in Niedernstöcken. Foto r.

 


 
     


Sonntag, den 1. März 2009

"Jazz-Pop-Gospel" & "Jazzimprovisationen auf der Orgel"

Vivid Voices, Jazzchor der
Hochschule für Musik u. Theater Hannover
Leitung: Anne Kohler

David Timm, Orgel

Zur Webseite der Hochschule für Musik und Theater Hannover

Stehende Ovationen für Vivid Voices und Anne Kohler in der St. Gorgoniuskirche zu Niedernstöcken

Vivid Voices und Anne Kohler (Großbild ca. 100 KB)Mehr als zweihundert begeisterte Zuhörer feierten stehend nach einem beeindruckenden Konzert in Niedernstöcken mit lang anhaltendem Applaus den Jazzchor der Hochschule für Musik und Theater Hannover und ihre scheidende Leiterin Anne Kohler, die den Ruf einer Professur für Chorleitung von der Musikhochschule Detmold angenommen hat.

Vivid Voices und Anne Kohler (Großbild ca. 110 KB)Das unter dem Motto: "Jazz – Pop – Gospel" stehende Programm bot in Höchstvollendung vorgetragen anspruchsvolle Arrangements der populären Chormusik: Jazzstandards, wie z.B. "When I fall in love", Let it snow", beliebte Popklassiker von Leonhard Cohen "Halleluja", "Freedom" von George Michael, "Engel" von Rammstein u.a. Einzelne Chormitglieder stimmten mit humorvollen aber auch tiefsinnigen Ansagen die Zuhörer auf die Chorbeiträge ein.

 

David Timm bereicherte das Programm mit drei sehr unterschiedlichen Improvisationen auf der romantischen Furtwängler&Hammer-Orgel, zunächst über den Jazztitel "My Romance" von Rogers und Hart aus dem Jahre 1935, wobei er die feineren und leiseren Register der Orgel raffiniert einzusetzen verstand. David Timm, Orgel (Großbild ca. 45 KB)Es folgte der mit dunklen und z.T. gewaltigen Clustern und Klangmontagen unterlegte Luther-Choral "Verleih uns Frieden gnädiglich", schließlich eine furiose Improvisation über die "Fantasia supra: Komm heiliger Geist, Herre Gott" von J.S. Bach, die schier "unerhörte" Klangmöglichkeiten der Orgel auslotete. David Timm ließ es sich auch nicht nehmen, z.B. die Orgel in die Ostinato-Akkorde des Chores "Freedom" einzumischen.

Vivid Voices (Großbild ca. 130 KB)Es war ein außerordentlich beeindruckendes, nachhaltig wirkendes Konzert!
Es bleibt zu hoffen, dass die Hochschule für Musik und Theater Hannover einen adäquaten Nachfolger für die Chorleitung des vor allem aus Studierenden der Schulmusik- und Jazzabteilung bestehenden Ensembles finden wird.

 

 

 

 

Fotos: Gerhard Zamzow

     

 

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